Teil eines Werkes 
3. Theil (1845)
Entstehung
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tes, Herr Kanzler! wollet geruhen, mir, Eurem unwürdigen Diener, die Gnade Eurer Aufmerk⸗ ſamkeit zu ſchenken.

Vineis ſchwieg.

Ich habe Euch Wichtiges zu ſagen! fuhr Ro⸗ mano fort, das Stündchen iſt gekommen, an dem ſich Ezelino hört Ihr: Ezelino! Ihr kennt den Namen rächen wird für die Beleidigungen, die Ihr ihm zugefügt, als Ihr Euch noch ein Gott dünktet.

Romano! entgegnete mit matter Stimme Vi⸗

neis, ich bin in Eurer Gewalt; aber ihr werdet ſo

niederträchtig nicht ſein, den ſchon ſo Elenden noch zu quälen.

Elend! rief Ezelino triumphirend, ja, elend ſeid Ihr, aber elender ſollt Ihr noch werden. Elen⸗ der als der ſchlechteſte Verbrecher, elender als der Wurm, der an der Erde hinkriecht, elender als jed⸗ wedes Geſchöpf, welches die Erde trägt. Ihr habt Romano beleidigt, er wird ſich rächen.

Der Kaiſer gab Euch den Befehl, fiel Vineis bebend ein, mich nach Verrucolo zu geleiten...

Woſelbſt Ihr das Tageslicht nie wiederſehen ſollt. Ich kenne meine Pflicht und will den Be⸗ fehl ſo ſtreng erfüllen, daß die Hölle darüber auf⸗ jauchzen ſoll. Ihr werdet das Tageslicht nie wie⸗ derſehen, denn ich laſſe Euch jetzt blenden!