Teil eines Werkes 
3. Theil (1845)
Entstehung
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liche Weiſe in ſein Intereſſe zu ziehen ſuchte, ſelbſt

greifend im kühnen Uebermuthe nach Roms all⸗

mächtiger Tiara— und nun— geſtürzt von die⸗ ſer Sonnenhöhe des Glücks und der Herrlichkeit in den Abgrund des tiefſten menſchlichen Elendes— lebendig todt— ein Nichts— ein zertretener Wurm!

Er hatte ſeinen Kaiſer verrathen, aber der Mordverſuch war ihm fremd geblieben, und doch war es gerade dieſe Unthat, die ihn rettungslos geſtürzt. Wie unſelig hatte dabei das Verhängniß Alles geſtaltet, um ihn in den Augen des Kaiſers und der Welt einer That zu überführen, die er kurz zuvor mit Abſcheu von ſich gewieſen. Er ſelbſt war es ja geweſen, der den Arzt gerufen, der dem Kaiſer den Becher gereicht.

Hier war er unſchuldig, o daß er es überhaupt geweſen wäre! aber ſein Gewiſſen rief ihm zu: Du haſt die Strafe dennoch verdient, denn du wurdeſt zum Verräther an deinem Herrn; ja, nach der Unterredung, die Fra Salimbene mit dem Arzte gehabt, war dir der Gedanke an die Möglichkeit einer ſolchen That nicht fremd geblieben. Du haſt den Mord gedacht, ohne ihn zu verhin⸗ dern!

Vineis' Zuſtand grenzte in der That an Wahn⸗ ſinn, dennoch war er im Augenblick weniger fürch⸗