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So hatte es auch Friedrich gemeint. Allein dem rachſüchtigen grauſamen Italiener war dies nicht genug; ſein ſtets auf Marter raffinirender Geiſt gab dieſen Worten eine andere Deutung.
Auf dem Wege von Siena nach Piſa liegt, wenige Stunden von Fiorentino, ein altes Berg⸗ ſchloß, deſſen ſchon damals halb zerfallene Zinnen bis in die Wolken reichten.
Ezelino wußte, das es nur als Staatsgefäng⸗ niß benutzt und einzig von einem alten Kaſtellan und einer kleinen Abtheilung Invaliden bewohnt und bewacht werde.
Nach dieſem Schloſſe nun begab er ſich noch dieſelbe Nacht, in welcher er den Befehl erhalten, Vineis nach der Feſte Verrucolo abzuführen.
Der Kanzler, der ſich nach Allem, was vor⸗ gefallen, in einer Art Betäubung befand, hatte faum bemerkt, wohin man ihn geführt, und noch jetzt, in einem finſteren Gemache des eben gedach⸗ ten Staatsgefängniſſes angelangt, war er unver⸗ mögend, ſeine Sinne der Außenwelt auch nur im entfernteſten zuzukehren.
Vor wenigen Stunden noch der ächtigſte Sterbliche in allen Reichen des Kaiſers, Freund und Vertrauter des höchſten aller weltlichen Herr⸗ ſcher, um deſſen Gunſt Könige und Völker buhlten, den ſelbſt der Statthalter Gottes auf alle erdenk⸗


