Teil eines Werkes 
3. Theil (1845)
Entstehung
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20. Vineis.

Wohl Dem, ſelig muß ich ihn preiſen, Der in der Stille der ländlichen Flur, Fern von des Lebens verworrenen Kreiſen, Kindlich liegt an der Bruſt der Natur!. Denn das Herz wird mir ſchwer in der Fürſten Paläſten, Wenn ich herab vom Gipfel des Glücks Stürzen ſehe die Höchſten, die Beſten In der Schnelle des Augenblicks! Erſchüttert ſteh' ich, weiß nicht, ob ich ihn Bejammern oder preiſen ſoll ſein Loos. Dies Eine fühl' ich und erkenn' es klar: Das Leben iſt der Güter Höchſtes nicht, Der uebel größtes aber iſt die Schuld. Schiller.

Wenmn wir an der erkalteten Leiche eines Menſchen ſtehen, den wir heiß und innig geliebt und den nun

ein raſcher Tod plötzlich von unſerer Seite geriſſen, ſo ſträubt ſich unſer Herz, ja ſelbſt unſer Verſtand

gegen die Ueberzeugung, daß eine ſolch ſchmerz⸗ liche Trennung für uns in Wahrheit eingetreten ſei. Die Möglichkeit einer Täuſchung drängt ſich uns gewaltſam auf und wir geben ihr um ſo lieber Raum, als ſie ja mit unſerm glühenden Hoffen und Wünſchen zuſammenfällt. Selbſt die Sinne ſind bereit, ſich für eine ſolche