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nur noch, als umflöße die düſtere Glut einzig den Kanzler, der, von ihr getragen, ſchwarz und gräß⸗ lich auf dem feurigen Hintergrunde abſtach.
Aber auch die Glut erloſch und die Wirklichkeit trat wieder vor des Kaiſers Sinne.
Da ſagte er leiſe mit einem ſcharfen Blick nach Vineis: Freunde, Unſere Seele vertrauet auf euch. Nehmt euch in Acht, das ihr Uns nicht Gift ſtatt der Arznei gebet!
Petrus aber entgegnete unbefangen: O Herr, wie oft hat Euch ſchon mein Arzt heilſame Arz⸗ neien gereicht! warum fürchtet Ihr jetzt?
Aber Friedrichs Stirn zog ſich finſter zuſam⸗ men und zum Arzt gewandt rief er: Trinke und gib Uns die andere Hälfte.
Der Arzt erbebte und ſtand verwirrt.
Trinke! wiederholte der Kaiſer mit Donnerton.
Da leuchteten des Arztes Augen in wunder⸗ barem Feuer auf, ſeine Geſtalt hob ſich ſtolz und ohne ein Wort zu ſagen, ſetzte er mit einem trium⸗ phirenden Blick zum Himmel den Becher an den Mund und leerte ihn bis zur Hälfte auf einen Zug.
Vineis hatte ruhig zugeſehen und reichte nun die andere Hälfte dem Kaiſer.
Aber Friedrich hielt den Pokal ruhig in ſeiner Hand und ohne zu trinken beobachtete ſein Auge den Arzt auf das ſchärſſte.


