Teil eines Werkes 
3. Theil (1845)
Entstehung
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ſo heftig empor, als habe ihn der Schall dey Po⸗ ſaunen geweckt, die einſtens das Menſchengeſchlecht vor den Richterſtuhl des Ewigen fordern ſollen.

Vineis? rief er mit zitternder Stimme und ſeine linke Hand fuhr nach der Stelle des Herzens, war das nicht Vineis, der da ſprach?

Ja, mein Kaiſer! entgegnete von ſeltſamen Schauern geſchüttelt, der Kanzler. Ihr ſeid un⸗ wohl, nehmt den Trank, den Euch mein Leibarzt bereitet, er wird Euch ſtärken.

Des Kaiſers Augen fielen auf den Arzt. Es ſchien, als beſinne er ſich einen Augenblick auf den Umſtand, der die Gegenwart ſeines eigenen Leib⸗ arztes verhindere.

In demſelben Momente zuckte er zuſammen; ſeine linke Hand hatte auf der Stelle des Herzens je⸗ nes Bild berührt, welches er heute dem Narren abge⸗ nommen. Es ward ihm wunderlich zu Muth. Da⸗ vids blutende Geſtalt zog an ſeiner Seele vorüber, und er hörte, wie des Freundes ſterbender Mund lallend rief: hüte dich vor Vineis. Und Davids Bild zerrann in Nebel und aus dem Nebel tauchte ein kleines, zitterndes Männchen, und das Männ⸗ chen war Skotus und auf ſeiner Bruſt brannten

drei Sterne im blutrothen Lichte. Aber die Flamme

der Sterne wuchs und verſchlang alle Geſtalten

der erhisten Phantaſie und Friedrich däuchte es