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Er bildete mit ſeinem kalten Weſen, mit ſeinen ei⸗ ſernen Zügen, in welchen ſich ein unbändiger Stolz, Hohn alles Heiligen, ja ſelbſt im Augenblicke faſt ein ſtiller, innerer Triumph ausſprachen— einen grellen Gegenſatz zu dem engelſanften, reinen und liebeglühenden Kinde, welches ſich betend an des Kaiſers Kniee ſchmiegte.
Es war, als ob ein Genius des Heils und ein Dämon der Hölle Friedrich bewachten.
Todtenſtille herrſchte lange ringsumher. Der Kaiſer ſchien in ſeinem Innern heftig zu kämpfen.
Da öffnete ſich leiſe die Thüre und der Leib⸗ arzt des Kanzlers trat mit einer kryſtallnen Phivle ein, die einen dunkelbraunen Saft enthielt.
Ehrerbietig trat er bis in die Nähe der Maje⸗ ſtät, blieb aber hier ſchweigend ſtehen, da er nicht wagte, den Herrſcher in ſeinen Gedanken zu unter⸗ brechen. Wunderbar erglänzte dabei ſein Antlitz, als ſtrale es voll ſeligen Entzückens in dem Be⸗ wußtſein, eine glorwürdige That vollbracht zu haben.
Als aber Friedrich aus ſeinem Sinnen nicht erwachen wollte und den Arzt gar nicht bemerkte, trat endlich Vineis näher und ſagt:
Vergebung, mein Kaiſer, wenn ich Euch zu ſtören wage; allein der Arzt...
Bei dem Klang dieſer Stimme fuhr Friedrich


