Teil eines Werkes 
3. Theil (1845)
Entstehung
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erwartet, ſandte, auf die erſte Nachricht von des Kaiſers Erkranken, ſogleich nach ſeinem Arzte, deſſen Hülfe um ſo nöthiger, als Friedrichs Leibarzt bei David zurückgeblieben war.

Der Kaiſer, in einem Lehnſtuhle ſitzend, ſprach kein Wort. Er war bleich wie der Tod und die auffallende Veränderung, die wenige Stunden in ſeinen Zügen hervorgerufen, zeigte, wie ungeheuer ihn der unerwartete Schlag getroffen.

Die Augen lagen tief und ſtarrten erloſchen

und glanzlos vor ſich hin. Ein Zug tiefen Schmer⸗ zes umſpielte den Mund, die Stirn deckten tiefe Falten, die Haltung ſelbſt verrieth, daß ein Blitz die königliche Eiche zerſchmettert, daß Körper und Seele in ſich ſelbſt zuſammengebrochen.

Eudoria kniete zu des Kranken Füßen. Die Hände gefaltet auf ſeinen Knieen liegend, die Blicke mit einem unnachahmlichen Ausdrucke voll Beſorg⸗ niß und Liebe auf das theure Antlitz gerichtet.

Der Kanzler ſtand, ernſter denn je, in einiger Entfernung und beobachtete mit Angſt des Kaiſers Zuſtand; denn ein ſchneller Tod deſſelben konnte ihm nur Schaden bringen, da er durch denſelben den größten Theil ſeiner Wichtigkeit in den Augen

des Papſtes verlieren mußte.

Ezelino di Romanv's finſtere, rieſige Geſtalt

ragte hinter dem Seſſel des Fürſten hoch empor.