Teil eines Werkes 
3. Theil (1845)
Entstehung
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Abermals Grabesſtille.

Nach zehn Minuten endlich bat der Arz den Kaiſer dringend, nun die andere Hälfte der Arznei zu nehmen, da ſein Zuſtand ſchleuniger Hülfe be⸗ dürfe.

Kaum hatte er aber ausgeſprochen, als ſich ſeine Geſichtszüge plötzlich gräßlich verzogen, die Augen weit hervortraten, der Mund ſchäumte, kal⸗ ter Angſtſchweiß auf die Stirn trat und ein furcht⸗ barer Schmerz den ganzen Körper mit Gewalt zuſammenzog, worauf er bewußtlos zu Boden ſank und— ehe ſich noch Eines der Gegenwärtigen von ſeinem Entſetzen erholen konnte— unter Zuckungen und Röcheln verſchied.

Es war ein entſetzlicher Moment.

Eudoxia hatte ihr Antlitz im Schvoſe des Kai⸗ ſers verborgen, der hoch aufgerichtet, feſt und ernſt, wie ein richtender Gott daſaß.

Vineis ſtand ſprachlos.

Romano! gebot endlich der Kaiſer mit einer Stimme, ſo ſchneidend kalt und todesſchwanger, daß ſelbſt Ezelino erbebte, und zeigte dabei auf den Kanzler— Romano! nimm dieſen Hochverräther und Kaiſermörder und führe ihn, ohne daß es ein lebendes Weſen erfahre, nach der Feſte Verrucolv. Daß er das Tageslicht nie wiederſehe, dafür haftet Uns dein Kopf.