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tigen Anforderungen des Augenblickes verſtummen mußte, ſo nahm er das Bild ſchweigend zu ſich.
Unterdeſſen hatte man den Mönch unterſucht und verhört.
Er gab an, ſich aus Furcht vor dem anrücken⸗ den kaiſerlichen Heere hierher verborgen zu haben. Bei ihm hatte man eine wohlverwahrte, an den Kanzler Petrus de Vineis gerichtete Depeſche ge⸗ funden.
Friedrich erſchrack. Ihm ſielen Davids War⸗ nungen ein.
Haſtig riß er ſie auf, ſie war von Innocenz ſelbſt und enthüllte mit Einemmale dem Kaiſer die ſchmähliche Undankbarkeit ſeines erſten, ſeines be⸗ günſtigten Dieners— ſeines Vertrauten— ſeines Rathes!
Das war zu viel für ein menſchliches Herz. Friedrich fühlte, daß ihn dieſe Schickſalsſchläge ver⸗ nichtend getroffen.
Ein heftiges Unwohlſein bemächtigte ſich ſeiner.
David wurde der Sorge des Leibarztes und Rudolphs übergeben, er ſelbſt brach ſogleich, von Eudoria begleitet, nach dem nahen Siena auf.
Die letzten Ereigniſſe hatten ſo erſchütternd auf Friedrichs ganze Umgebung eingewirkt, daß die Strecke bis zu dem eben bezeichneten Orte faſt in lautloſer Stille zurückgelegt wurde.


