Teil eines Werkes 
3. Theil (1845)
Entstehung
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Rudolph und eine Menge Diener waren ihr gefolgt; aber ſie hatten noch keine zwanzig Schritte zurückgelegt, als ſie David erblickte, der, zum Tode verwundet, ſich dennoch abmühte, einen Mönch, den er krampfhaft mit der Rechten an der Gurgel gepackt hatte, gewaltſam hinter ſich her zu ziehen. Die linke Hand des Narren ſuchte vergeblich die Dolchſtöße des Mönches abzuwehren und ſeine Kräfte fingen an ihn zu verlaſſen, als die Hülfe ihn erreichte.

Kaum aber hatte man ſich des Mönches be⸗ mächtigt, als der Narr bewußtlos zuſammenbrach.

Jetzt erſchien auch der Kaiſer.

Mit Entſetzen gewahrte er das Unglück, wel⸗ ches ſeinem treuen Narren begegnet. Raſch kniete er ſelbſt nieder, riß in Todesangſt die Kleidung des Verwundeten zurück und beruhigte ſich nicht eher, als bis ſein Leibarzt erklärt: Der Unglück⸗ liche lebe noch und es ſei— wenn auch die Wun⸗ den allerdings lebensgefährlich— dennoch Hoff⸗ nung vorhanden, ihn zu retten.

Bei der Gelegenheit war aber der Kaiſer zu einer eigenen Entdeckung gekommen, die ihn wun⸗ derbar berührte. Er fand nämlich, daß David un⸗ ter den Kleidern das Portrait einer Frau trage, deren Züge ihm nicht unbekannt.

Da aber jetzt jede Nebenſache vor den wich⸗