Teil eines Werkes 
3. Theil (1845)
Entstehung
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Haben ſie ihn lebendig eingemauert. Er wird das Tageslicht nie wiederſehen!

Der Kaiſer erblaßte, ſeine Kniee wankten, er mußte ſich auf Rudolph ſtützen.

Des Entſetzens Todtenſtille herrſchte rings umher.

Aber der fürchterliche Schreck hatte den Kaiſer nur für einen Angenblick übermannt. Jetzt ſchoß ihm plötzlich das Blut wieder zu Kopf, ſeine Au⸗ gen ſandten Blitze, auf ſeiner Stirn ſtand Ver⸗ nichtung.

Mit der Wuth des gereizten Löwen richtete er ſich auf, riß das Schwert aus der Scheide und ſchrie:

Auf, nach Bologna! ich will das Grab mei⸗ nes Sohnes ſprengen und bewachte die Hölle ſelbſt ſeine Pforten.

Wie ein Dolchſtoß durchzuckte dieſer Schmer⸗ zensruf alle Herzen und unwillkürlich flammten alle Schwerter, als wolle man ſich im Augenblicke ſelbſt auf den Feind ſtürzen.

Da durchſchnitt ein banger Hülferuf die Luft.

Alle lauſchten.

Aber Eudoria hatte die Stimme erkannt und mit den Worten: Das iſt David! rettet, helft! eilte ſie in das Innere der Ruinen, dem Orte zu, aus dem der Ruß erſchallt.