Teil eines Werkes 
3. Theil (1845)
Entstehung
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46 danken errathen. Er faßte ſich daher und ſagte ruhig: Gott ſei gelobt, daß mich die Vergangen⸗ heit bis hieher Lügen geſtraft. Thatſachen laſſen ſich aber nicht wegleugnen und das iſt keine fire Nee, was man geſehen, was man gehört hat.

Genug! Vineis, der ſchlau und vorſichtig iſt, entdeckte bald, daß ich mich durch einen erkauften Diener des Cardinals ſeines gefährlichen Geheim⸗ niſſes bemächtigt hatte und kam, ſich zu ſichern, durch eine raſche That meiner Flucht zuvor.

Ehe ich es ahnte, ward ich verhaftet und in ſichern Gewahrſam gebracht.

Unglücklicherweiſe hatte ſich aber bei dieſer Ge⸗ legenheit Vineis auch des ſilbernen Käſtchens be⸗ mächtigt, welches die vorhin erwähnten Doeumente enthielt. Er erſtarrte bei dieſer Entdeckung. Aber der Teufel jauchzte zugleich in ihm, denn nun war er gerettet und ich vernichtet.

Vineis verläßt noch zur Stunde Turin und zwar eben ſo heimlich, als er dahin gekommen war, und eilt, als ob es Tod und Leben gelte, zu dem Kaiſer, der noch in Modena ſtand, aber eben im Begriff war weiter vorzurücken.

Dort angelangt wirft er ſich dem Kaiſer zu Füßen und fleht um Vergebung, daß er ohne deſſen

Befehl heimlich in Turin geweſen ſei. Allein das Glück, das Leben ſeines theuern Herrn, die Wohl⸗