Teil eines Werkes 
3. Theil (1845)
Entstehung
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Hört denn! aber ſtärkt Eure Seele mit Ver⸗ achtung, auf daß ſie der Ekel an dem Gewürme der Menſchen nicht vergifte.

Er ſind jetzt acht Jahre vorüber, ſeitdem mir ein ſterbender Mönch ein Geheimniß anvertraut, in welches ich durch meine Aeltern verwickelt wor⸗ den. Das Geheimniß war von der größten Wich⸗ tigkeit, ſo daß ſein Bekanntwerden wol ſelbſt in der politiſchen Lage des Reichs Manches hätte än⸗ dern, gewiß aber nur verſchlimmern können.

Eine noch größere Gefährlichkeit bekam aber die Sache durch die ſie belegenden, unumſtößlichen Documente.

So ſehr ich mich nun auch im Anfange gegen die Eröffnung dieſes Geheimniſſes gewahrt, ſo ge⸗ waltig regte mich die Entdeckung auf, und ich mußte hier auf bittere Weiſe erfahren, daß eben der Menſch ein ſchwaches, leidenſchaftliches Geſchöpf bleibe, ſo lange er aus den Augen ſieht.

Welche Kämpfe hatte ich nicht ſeit meiner Ju⸗ gend durchgemacht, meine Leidenſchaften, die Re⸗ gungen meines Herzens zu erſticken oder doch zu beherrſchen? welche Opfer dieſem Streben gebracht? Ich mußte dies um ſo mehr, da ich mein Leben an eine Liebe geſetzt, die die vollkommenſte Aufopfe⸗ rung forderte.

Es war mir auch bis dahin gelungen; ich war