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mich ohne Rückhalt mit den Begebenheiten bekannt, die Euch hierher gebracht, vielleicht, daß ich Euern Zuſtand dann erleichtern kann, und ſollte mir dies nicht gelingen, ſo erlaubt mir wenigſtens, Eure Sorgen als Freund mittragen zu dürfen, denn Zwei tragen an einem Ding ja immer leichter als Einer.
Der Arzt hatte dies mit ſo viel Offenheit und Zutraulichkeit geſagt, daß David leicht erkannte, er habe es hier mit einem wahren und ehrlichen Menſchen zu thun. Dankbar ſchüttelte er daher dem neuen Freunde die Hand und ſagte: Ich ge⸗ ſtehe, ich hatte ſonſt immer eine gewiſſe Antipathie gegen die Aerzte und vielleicht nicht mit Unrecht. Bei jedem Unwohlſein liegen Natur und Krankheit im Kampfe, der Arzt iſt tertius interveniens Und als ſolcher ſchlägt er nur gar zu oft blindlings mitten hinein. Trifft er die Krankheit auf den Pelz, geneſet der Patient, trifft er aber die Natur, ſo iſt es eben aus.
Darum mag ich auch jetzt mit dem Arzte nichts zu thun haben; aber deſto lieber reiche ich dem Menſchen die Hand, der mit einem gequälten Ge⸗ ſchöpfe Mitleid hat und einem zertretenen Herzen das göttliche Vorrecht der Freundſchaft zuwenden will.
*) Der Dritte, der entſcheidend hinzutritt.


