Teil eines Werkes 
3. Theil (1845)
Entstehung
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33 ihr mit Hülfe ihres Bruders, der als Soldat in piſaniſchen Dienſten ſtand, zu erfahren: der Ge⸗ ſuchte lebe, angeblich wahnſinnig, auf Verrucolv.

Da entſchloß ſich die edle Frau, in die Nähe des Unglücklichen zu ziehen. In eigener Perſon durchſuchte ſie die Gegend nach einem ſtillen, ver⸗ borgenen Aufenthalte und ſo fand ſie endlich jene wunderbare Wohnung, die einſt ein reicher Piſaner für eine ſeiner geheimen Geliebten hatte erbauen laſſen und die, halb verfallen, jetzt nur einer alten Bäuerin zum Obdache diente.

Die Frau war leicht zu gewinnen und ſo zog Eudoria mit ihrer Pflegerin in dem kleinen, da⸗ mals freilich verwilderten Paradieſe ein.

Fleiß und Arbeitſamkeit ſtellte indeſſen bald den Garten wieder her und nun galt es nur noch, David von dem Geſchehenen zu unterrichten.

Nach vielen vergeblichen Verſuchen gelang dies auch dem Bruder der Clariſſin. Dennoch ver⸗ gingen vier Jahre, bis es der unglückliche Gefa gene dahin bringen konnte, dem Arzte und dem Commandanten ſo viel Vertrauen einzuflößen, daß ſie ihm zeitweiſe Beſuche in dem Felſenthale ge⸗ ſtatteten.

Von nun an ertrug David ſein ſchreckliches Geſchick mit ruhiger Faſſung; hatte er doch von Zeit zu Zeit die Seligkeit, das Ebenbild, das ſüße