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Kind ſeiner geliebten Eudoria zu ſehen, das unter dem ſegensreichen Einfluſſe der ſanften Chriſtus⸗ lehre zu einer reizenden Jungfrau heranwuchs.
Und wie herrlich entfaltete ſich dies reiche Ge⸗ müth und mit welcher kindlichen Liebe lohnte das ſanfte, unſchuldige, ſüße Weſen die Sorgen ſeiner Pfleger.
So wurden die Beſuche Davids im ſtillen Thale der Balſam, der allmälig die tiefen Wun⸗ den ſeiner Seele heilte, und nur die Sehnſucht nach dem Wiederfinden ſeines angebeteten Kaiſers wuchs von Tag zu Tag, von Stunde zu Stunde, und er hatte nur noch einen Wunſch: die Tochter einſt in des Vaters Arme zu legen.
Die Tage aber, da er Eudoria geſehen, waren, wie der heutige, lichte Sterne in der Nacht ſeines Erdenlebens und lange zitterte dann in ſeinem Herzen die Erinnerung nach an das ſtille Thal und ſeine Wunderblume.


