Teil eines Werkes 
3. Theil (1845)
Entstehung
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weil er ihre gute, unglückliche Mutter ſo heiß und treu geliebt und noch im Herzen trage.

Und ſie weinte über die heimgegangene Mut⸗ ter und frug: wann ſie denn endlich den Vater ſehen und kennen lernen werde. Und David ver⸗ ſprach ihr, ihn einſt zu nennen und ſie noch in ſeine Arme zu führen.

Wie oft auch David und Eudoria dieſes Ge⸗ ſpräch ſchon gepflogen, es blieb ihnen neu und eine Stärkung der Seele und Beide, vergaßen dabei ſich und die Welt.

Und David ſchaute in ſolchen Stunden mit Entzücken auf ſeine Wunderblume, die ſich vor ſei⸗ nen Augen körperlich und geiſtig immer mehr und mehr enffaltete.

Er hatte das Kind einſt einer würdigen Schwe⸗

ſter aus dem Orden der heiligen Clara übergeben, um es im Verborgenen zu einem frommen und gu⸗ ten Weſen zu erziehen und ihr Turin zum Auf⸗ enthalte angewieſen, weil er von Deutſchland aus dann leichter eine Verbindung mit ihr unterhalten konnte.

Lange Jahre ſah er hierauf das Kind nicht mehr und als er endlich nach Turin zurückgekehrt, traf ihn dort der Fluch der Rache.

Die Pflegerin Eudoria's forſchte lange ver⸗ gebens, wohin David gekommen; endlich gelang es