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Der Anblick war ungemein anmuthig und um ſo überraſchender, als der Gegenſatz ihn hob.
Dort ſchroffe und nackte Felſenwände, öde und düſter, Bergklüfte und kahle Zacken von heißer ſchreienden Raubvögeln bewohnt; hier ſüßer Früh⸗ lingsduft, Blumen, Wäldchen, Bächlein, Singvögel in den Zweigen und das herrlichſte Farbenſpiel auf den Schmetterlingsflügeln und Blumenblättern.
Rehe ſchauten aus dem Gebüſch, Ketten von rebhühnerartigen Vögeln liefen durch die Wieſen und miſchten ſich mit Gold- und Silberfaſanen; und das Geſumme der Tauſenden von Bienen und Käfern, und das Geſchnatter und Flügelgeſchlage der Waſſervögel an den Bächen und dem kleinen
See, der aus der Mitte des Thales wie ein Sil⸗ 8
berſpiegel herüberſchimmerte.
Es war ein Bild des Friedens, ein Bild Ru
dieſiſcher Unſchuld und Ruhe.
David athmete tief auf, als ſchlürfe er hier der Freiheit reine Luft; aber ſein Athem war auch ein Seufzen der gequälten Seele, die in dieſem Frieden ihre einſtige Seligkeit ahnte.
Er war, trotz des gewohnten Anblickes, ſtehen⸗ geblieben und hatte minutenlang das liebliche Bild angeſchaut. Jetzt verdoppelte er ſeine Schritte und ſtand bald vor einer unanſehnlichen Hütte, die ſich an ein Orangenwäldchen lehnte.
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