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So ſenkte ſich der Berg nach allen Seiten in das Thal; während jedoch in Weſten ein zweiter, etwas weniger hoher Berg aufſtieg, mit jenem von Verrucolo durch einen Felſenkamm verbunden.
Es war ſo recht, als ob die Natur ſich hier im engen Raume in ihrer Fülle und in ihrer ſtarr⸗ ſten Nacktheit hätte zeigen wollen. Gewiß aber feſſelten keinen Wanderer die kahlen Bergklüfte, wo die Ebene Piſas mit allen Schönheiten einer italieniſchen Landſchaft lockte.
Dennoch wandte ſich David, nachdem er un⸗ gefähr die Hälfte des Steges herabgeſtiegen war, jenem Felſen zu; indem er, ohne einem gebahnten Wege zu folgen, an den Abhängen hinkletterte.
Nur ihm und ſeinem Begleiter war wol dieſer gefährliche Pfad bekannt und ſicher würde ſonſt Niemand auf den Gedanken gekommen ſein, ſich dorthin zu verſteigen, wäre das Unternehmen ſelbſt weniger gefährlich geweſen.
David aber ſchritt raſch und kühn einher, keine Gefahr achtend, denn in ſeinem Herzen wohnte die Sehnſucht nach der Wunderblume, die jene fin⸗ ſtere Natur ſchützend in ihrem Schooſe barg.
Endlich hatte er den Gipfel des zweiten Ber⸗ ges erreicht. Er bog um eine Wand und vor ihm ausgebreitet lag ein paradieſiſches Thälchen.


