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Abgründe des Elends, aus welchen ihn kein Steg zum Lichte zurückführt?
Ha! wenn ein ſo edles, tiefes Gemüth, wie das Davids, nach tauſend ſchweren Prüfungen ſtets unverzagt auf ſeinem Wege fortſchreitet, das Gute, das Rechte, das Erhabene kräftig wollend, an deſ⸗ ſen Erringen Alles ſetzend: Ruhe und eigenes Wohlergehen, Frieden und Freude, Gut und Blut, Leben und Freiheit; wenn es nicht wollend nur, ſondern auch handelnd mit der ganzen Glut der Liebe ſein Ziel umfaßt und, ſich ſelbſt vergeſſend, nur nach dem Glücke Anderer ſtrebt; wenn ein ſolch edles Gemüth dennoch von der Welt miskannt, von Schurken oder Schwachköpfen zu Boden ge⸗ treten wird und ſiegreich über ſich hinaus Laſter und Beſchränktheit ſchreiten ſieht; wenn ſeines Her⸗ zens heißes Flehen, der Schmerzensruf ſeiner Ver⸗ zweiflung unerhört verhallen und Gold ſich in ſei⸗ nen Fingern zu Staub und jedwedes Glück in fin⸗ ſteres Unglück wandelt— dann himmliſche Ge⸗ rechtigkeit biſt du eine Buhlerin der Hölle, wenn du verhüllt bleibſt und ein kindliches Herz losreißt von dem Glauben an Gott und alles Guten und Edlen und Erhabenen.
Nur ein Schritt iſt es von dieſer ſchwindeln⸗ Klippe zum Abgrund des Wahnſinns— des
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