er, ein Gefangener, hier und ſchaute in ſtiller Ver⸗ zweiflung von Verrucolo hinab in die freundliche Welt, wie in ein verlorenes Paradies— nach dem fernen Meere, das end⸗ und bodenlos war, wie ſein Leiden und ſein Schmerz.
Wehe Dem, der die Hefe des Leidenbechers ge⸗ trunken! Aber er kann allein beurtheilen, was es heißt, ein ganzes Leben verloren zu haben, von dem Fluche eines nie endenden Elends zerſchmettert zu werden!
Welche Creatur, und ſei es die fernſte vom Throne der Gottheit, hätte die Natur in ihrer ewi⸗ gen Schöpfungsfülle geboren, ohne Anrecht auf Glück und Luſt? Welchem Wurm verſagt ſie das Behagen in unfreiwilligem Daſein, als Zweck, als Lohn ihrer Schöpfung?
Und iſt der Wurm mehr, als ſo mancher Menſch, dem, bei geſteigerten Anrechten, jedes Glück verſagt iſt?
O ewige Gerechtigkeit! warum hüllſt du dich ſo oft in den Mantel der Unſichtbarkeit und läſſeſt den Sterblichen in grenzenloſer Verzweiflung allein, ſeinen Schöpfer verklagend über die Gabe des Lebens? Warum betteſt du den Einen— ſo manch⸗ mal den Schlechten— in die Arme des Glücks und ſchleuderſt den redlich Strebenden ſo oft in die


