Teil eines Werkes 
3. Theil (1845)
Entstehung
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Erwähnt Dante in ſeinerHölle und Ger⸗ ſtenberg in ſeinemUgolino der tragiſchen Ge⸗ ſchichte der Stadt und ihrer Geſchlechter, ſo preiſt die ganze Welt die herrliche Lage Piſas, deren be⸗ ſtändiges und geſundes Klima und vor allen ſeine warmen Heilquellen, deren es ſechsunddreißig beſitzt.

Schon den Römern waren dieſe Quellen, die vierundzwanzig bis ſechsunddreißig Grad Wärme haben, ſo wie die reine, heitere Luft Piſas bekannt, wie denn auch der Ort von den Aerzten alter und neuer Zeit allen Denjenigen empfohlen wurde und noch wird, die ſich vor den Stürmen des Winters ſchützen wollen, oder das Bedürfniß haben, eine reine Luft einzuathmen.

Hierdurch, ſo wie durch ſeine reizende Lage und das milde Klima, welches eine beſondere Kul⸗ tur der Orangen, anderer ſüdlichen Früchte und der ſeltenſten Blumen zuläßt, iſt Piſa und ſeine Umgegend namentlich auch ein günſtiger Aufenthalt für Nervenſchwache, Miſantrope und geiſtig Lei⸗ dende, ſo wie ſeine Bäder namentlich auf Leber⸗ krankheiten und gichtiſche Uebel heilſam einwirken.

Alle dieſe Vortheile der guten Stadt waren denn auch ſchon zu jenen Zeiten bekannt, in welchen unſere Geſchichte ſpielt, und Kaiſer Friedrich II ſelbſt hielt ſich hier öfter auf; während er das be⸗