370 an ſeinem Geiſte vorüber, er ſchloß, einer Ohn⸗ macht nahe, die Augen und ſchien vor Schwäche zu entſchlummern.
David wagte kaum zu aihmen. Ach! er wünſchte faſt, der Leidende möge auf ewig entſchla⸗ fen ſein; denn ihm grauſte vor der Enthüllung eines Geheimniſſes, das mit dieſen Begebenheiten, mit ſeiner Mutter, mit ihm, in gewiſſen Bezie⸗ hungen ſtehen mußte.
·Aber ſein Hoffen hatte ihn getäuſcht, nach einer Viertelſtunde ſchlug Jordanus die Augen wie⸗ der auf.
Gebt! ſtammelte er mit einem Blick auf einen naheſtehenden Becher, der einen braunen, ſtark riechenden Trank enthielt.
David reichte ihn dem Pater; aber der Greis war zu matt, ihn allein zum Munde führen zu können, Federbuſch mußte helfen.
Der ſtärkende und belebende Trank ſchien kräftig zu wirken: die halbentflohenen Lebensgei⸗ ſter kehrten zurück.
Nach einer abermaligen Pauſe fuhr der Greis, wenn auch mit leiſerer Stimme, alſo fort:
Ich war als Beichtvater der Kaiſerin, nebſt dem Leibarzte, der Schweſter der Fürſtin und der Wärterin, Zeuge dieſes Actes.
Conſtanze gebar einen Sohn, Friedrich Roger,


