als der Kaiſer angab, eine Verſchwörung entdeckt zu haben, deren Zweck kein anderer geweſen, als ihn zu ermorden und das Reich, Wilhelm, dem Sohne des verſtorbenen König Tancred's, wieder zu erringen.
Augenblicklich wurde nun die königliche Fami⸗ lie und mit ihr eine kaum glaubliche Menge von Biſchöfen, Grafen und Edlen verhaftet. Greuel folgte auf Greuel und die Tage des fröhlichen Fe⸗ ſtes verwandelten ſich in eine Zeit des Schreckens und des Jammers.
Auf des Kaiſers Befehl wurden die Gräber
Taonered's und Roger's erbrochen und den Todten,
als unrechtmäßigen Königen, die Kronen entriſſen. Erzbiſchöfe, Biſchöfe, Grafen und Edle verfielen, als ſchuldig, dem Schwerte und dem Strange; Andere wurden verbrannt, geſpießt oder lebendig begraben. Die verwittwete Königin mit ihren drei holden Töchtern ſperrte man in Klöſter, der un⸗ glückliche Sohn Tanered's aber ward entmannt und— geblendet.
Wehklagen und Verzweiflung tobte durch die Stadt; das Volk fluchte dem Herrſcher, und— o ſchwere Vorbedeutung für ſein Geſchlecht!— unter ſeinen Flüchen kam die Kaiſerin nieder!
Der Mönch hielt hier erſchöpft und todtesmatt inne; die ſchrecklichen Eindrücke jener Zeit ſtreiften


