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niß nicht wiſſen. Der Unglückliche bebt vor jeder
neuen Botſchaft des Geſchicks, weil er gewöhnt iſt,
nur das Krächzen des Unheil kündenden Raben zu hören.
Ich kann nicht ſcheiden ohne dies Bekenntniß! jammerte der Greis, das unſelige Geheimniß drückt meine Seele nieder mit Bergeslaſt, habt daher Erbarmen und hört mich an. Der Kaiſer iſt edel, es kann Euch von Nutzen ſein und meine Seele iſt verdammt, wenn Ihr mich nicht hört, mir nicht vergebt!
Es ſprach bei dieſen Worten eine ſo große Verzweiflung aus des Sterbenden Zügen, daß David ſeiner Bitte nicht länger zu widerſtehen ver⸗ mochte. Mit beklommenem Herzen ſagte er daher: So ſprecht denn! B
Ein matter Druck der Hand lohnte dieſe Güte, dann fuhr Bruder Jordanus fort:
Ich muß kurz ausholen, um zum Ziele zu ge⸗ langen.
Es ſind jetzt nahe an funfzig Jahre verfloſſen, ſeitdem ſich Kaiſer Heinrich Vl mit Conſtanze, der Erbin von Sicilien, vermählt.
Ich war damals vierzig Jahre alt und der Beichtvater der hohen Frau, der mit dieſer Ver⸗ bindung eine ſo glänzende als glückliche Zukunft zu winken ſchien.


