349 ſtellte nicht dieſe Möglichkeit allein ſchon Königen gleich?
Kurz! Friedrich drang ungeachtet ſeiner Macht und der Achtung und Liebe, mit der man an ihm hing, wie geſagt, eben ſo wenig mit dieſem Vorſchlage durch, als ſein Vater, wogegen die Fürſten gern ſeinem Sohne Konrad durch freie Wahl die deut⸗ ſche Königskrone ſicherten.
Was indeſſen Großvater und Vater nicht ge⸗ lungen, blieb vielleicht dem Sohne auszuführen mög⸗ lich, und Friedrich durfte von Konrad viel erwarten.
Der Kaiſer ſetzte nun ſeine Bemühungen, Deutſchland völlig zu ordnen, eifrig fort.
Dem Reichstag zu Mainz folgte bald ein an⸗ derer zu Augsburg, worauf ſich Friedrich nach Ha⸗ genau begab.
Hier leiſteten ihm unter Andern die Grafen Raimund Berengar von Provence und Raimund IV von Toulouſe für ihre Beſitzungen den Lehnseid; hier war es auch, wo er den edlen Minneſänger Walther von der Vogelweide mit einem Reichs⸗ lehn für ſeine Treue und ſeine Lieder lohnte.
Hierauf ſuchte der Kaiſer ein anderes, dies⸗ mal unangenehmes Geſchäft zu Ende zu bringen.
Der Herzog von Oeſtreich war auf alle Vor⸗ ladungen hin nicht erſchienen. Er wurde jetzt ge⸗ ächtet und dem König von Böhmen, dem Herzog


