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Gleichgültigkeit ging hervor, daß ſie dies Getüm⸗ mel als etwas Alltägliches erwartet hatten.
Das Tiſchgeſpräch lief noch eine kleine Weile über unerhebliche Dinge fort, bis der greiſe Abt endlich ausrief:
Was meint ihr, Freunde, wollen wir nicht heute unſeren gewöhnlichen Nachmittagsritt, des herrlichen Maiwetters wegen, ein wenig ausdehnen und hinüber nach Roſchach reiten?
Eine allgemeine frendige Zuſtimmung begrüßte dieſen Plan, dem auch die Ausführung auf dem Fuße folgte.
Es war eine ſtattliche Cavaleade, die, den ehr⸗ würdigen Abt von St. Gallen an der Spitze, jetzt das Kloſter verließ.
Vor allen Anderen zeichnete ſich unter den Reitern eine junge kräftige Geſtalt aus, welche, hoch zu Roß, dicht neben dem gefürſteten Prie⸗ ſter ritt. Es war ein Jüngling von ungefähr achtzehn Jahren, ſchlank und wohlgebaut, von kühner Hal⸗ tung und offenen Zügen, aus welchen Feſtigkeit und deutſcher Biederſinn ſprachen. Kraftfülle und Friſche der Geſundheit zeichneten ihn dabei aus. Sein Antlitz blühte in männlicher Schönheit, ob⸗ gleich eine etwas unverhältnißmäßig große Naſe den angenehmen Totaleindruck ſtörte.


