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liſchen Schweſtern ſproßten denn auch die Palm⸗ zweige hervor, aus welchen das Ritterthum die Krone für die, ihm eigenen, Minneſänger flocht.
Ehre und Religion waren freilich auch die Felder, aus welchen ſich das Lehnsweſen, die Tirannei des Adels, das Mönchthum und die Hierarchie wuchernd erhoben. Aber Gutes und Böſes, Schönes und Häßliches wachſen nun ein⸗ mal auf dieſer Erde miteinander und oft zeigt die Zukunft erſt, daß ſelbſt Dasjenige heilſam geweſen, was die Gegenwart als Gift verwarf.
Das Feudalſyſtem war eben eine Folge jenes Kraftbewußtſeins, jener falſchverſtandenen Ehre, die nichts weniger beabſichtigten als ſelbſtſtändig und unabhängig dazuſtehen und kein höheres An⸗ ſehen, nicht einmal das des Königs, über ſich dul⸗ den wollten. So entſtanden, da keine wahrhaft königliche Macht im Reiche vorhanden war, eine Maſſe trotziger Vaſallen, deren Augenmerk allein dahin ging: ihres Stammes Erbe durch Unabhän⸗ gigkeit zu ſichern, die wiederum durch Länderbeſitz und vergrößerte Macht errungen wurde. Das hauptſächlichſte Recht war das des Stärkeren und ſomit ſahen ſich die Schwächeren genöthigt, ſich den Mächtigeren anzuſchließen. Hieraus entſprang denn in den Fürſten eine, dem König⸗(Kaiſer⸗) thume


