Teil eines Werkes 
1. Theil (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ich habe oft mein Leben für Euch gewagt, nehmt es hin, wenn Ihr meinen Worten nicht glauben wollt. Eudoria und Aleris ſchlummern in Frieden den ewigen Schlaf; wo und wie ſie ſtarben, kann und werde ich nie ſagen; forſcht nicht darnach! weiht ihrem Andenken eine Thräne und ergebt Euch wie ein Chriſt in den unerforſchlichen Willen des Allmächtigen.

Gerechtigkeit zu handhaben, rief der Kaiſer, kaum ſeinen Schmerz zügelnd, dafür ſtehen Wir hier

Majeſtät! unterbrach in dieſem Augenblick der raſch eintretende Kanzler den Kaiſer. Majeſtät, auf ein Wort!

Wer wagt es, in Unſere Rede zu fallen? frug Friedrich zornig.

Euer treueſter Diener, entgegnete Vineis haſtig, da eine Hiobsbotſchaft von der größten Wich⸗ tigkeit auf ſeiner Zunge liegt.

Der Herrſcher fuhr auf, faßte ſich aber ſogleich wieder, ſah Vineis ſchweigend an und ſagte dann feſt,

Ohr des Monarchen und flüſterte: Deutſchland iſt in Rebellion. Dein Sohn Beri hat ſich gegen dich empört.

Der Kaiſer wankte bei dieſen Worten einen

aber mit Grabeston: Sprich denn, Unglücksbote! Der Kanzler trat näher, lehnte ſich zu dem