Teil eines Werkes 
1. Theil (1845)
Entstehung
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Mein Kaiſer! entgegnete David, nicht jetzt, nicht hier...

Doch, David, doch! rief der Kaiſer ungedul⸗ dig, ſeine Unruhe kaum verbergend. Jetzt, zur Stelle wollen Wir den Ausgang deiner Sendung wiſſen. Die Geſchäfte ſind vorüber und Unglück⸗ liche aus Räuberhand befreien, gehört zu den hei⸗ ligſten Pflichten eines Herrſchers. Wo ſind die Mädchen? Haſt du ſie entdeckt oder war dein Suchen auch vergebens?

Herr!

Sprich, ſprich! herrſchte der Kaiſer.

Sie ſind todt! entgegnete monoton der Gefragte.

Todt?! wiederholte der Kaiſer und das Wort erſtarb auf den zuckenden Lippen. Aber plötzlich flammte ſein edles Antlitz in hoher Röthe auf, ſeine Augen funkelten und blitzten, ſeine Adern ſchwollen an, die Haare hoben ſich um den goldenen Reif der Krone majeſtätiſch richtete er ſich empor und mit übermenſchlicher Gewalt ſein Schwert zur Erde ſtoßend, rief er mit einer Donnerſtimme, daß die Wände zu zittern ſchienen und alle Anweſenden er⸗ blaſſend zurückwichen: So ſind ſie ermordet!

Niemand wagte zu athmen. 4

Antwort! rief der Kaiſer, bei meinem Zorne; Antwort und Wahrheit.

Mein Herr und Kaiſer, ſagte David gelaſſen,