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vogt von Sardinien, Corſica, Cypern, Creta und Malta, hielt einen Reichstag.
Der große Platz um den Palaſt und alle Straßen in deſſen Nähe wogten wie ein Meer von Menſchen, in welches ſich immer neue Ströme Neugieriger ergoſſen, die die prachwollen Aufzüge all' der Geſandtſchaften ſehen wollten, die von nah und fern, von Oſt und Weſt, von Süd und Nord, von Frankreich und England, Spanien, Sardinien, der Lombardei, Deutſchland und ſelbſt aus dem Oriente gekommen waren, dem größten und mäch⸗ tigſten Monarchen der damaligen Zeit zu huldigen, oder ihn zu ehren, Freundſchaftsbündniſſe mit ihm zu knüpfen, oder ihn um Gnaden anzuflehen.
Alle Portale, Gänge, Stiegen und Säle des Palaſtes waren mit Edelleuten und Patriciern an⸗ gefüllt und der Thronſaal ſelbſt wimmelte von weltlichen und geiſtlichen Fürſten, den Großen des Reiches und Reichswürdenträgern.
Noch nie hatte Neapel ein Schauſpiel der Art geſehen, wie ſeit der Römerzeiten kein größerer Herrſcher den erſten Thron der Welt geſchmückt.
Wer beneidete nicht den mächtigen und doch ſo liebenswürdigen Herrſcher um die Fülle der Größe und um die Pracht und Herrlichkeit, die ihn umgab!
Wer aber von Allen ion in des Kaiſers Herz ſchauen?


