Teil eines Werkes 
1. Theil (1845)
Entstehung
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Schrei aus. Das Kind entſank ihren Händen, ſie fiel zurück und bedeckte mit beiden das Geſicht.

Was iſt geſchehen? um Gottes willen! Eu⸗ doria, ſprecht, was iſt geſchehen? rief David be⸗ ſorgt.

Eudoria ſchwieg. Federbuſch und die Alte be⸗ mühten ſich lange um ſie; ſie ſchwieg und hielt ihr Geſicht verdeckt. Endlich ſanken die Hände matt zurück; aber ihre Züge hatten ſich mächtig verän⸗ dert. Sie waren graß und die Blicke ſtarr, faſt verwirrt.

Eudoria! flehte David.

Die Angeredete ſah ihn ſtarr an. Todesqual ſprach aus ihren Augen. Sie zuckte. Krämpfe ſchienen ſie zu zerreißen und, den ſchönen Mund häßlich verziehend, ſtöhnte ſie mit einem herzdurch⸗ ſchneidenden Tone: Aleris!

Aleris! wiederholte bebend David. Gerechter Gott! es iſt wahr, ich habe ſie über Euch ver⸗ geſſen. Wo iſt Aleris?

Eudoria deutete mit geiſterartigem Weſen nach oben.

Todt?! ſchrie David auf.

Todt! entgegnete mit eiſiger Kälte die Schwe⸗ ſter.

Und wann iſt ſie geſtorben? und wie? frug Federbuſch heftig.