Teil eines Werkes 
1. Theil (1845)
Entstehung
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Sie haben ſie verbrannt! antwortete Eudoria und barg ihr Antlitz in den Kiſſen ihres Bettes.

Ver brannt! lispelte der Narr und ſtand vernichtet.

Es war todtenſtill im Zimmer geworden und die Engel beugten ſich tief und beteten: Herr, ver⸗ gib den Menſchen, ſie wiſſen ja nicht, was ſie thun!

Nach langer, langer Stille kehrte Eudoria ihr Geſicht dem Freunde wieder zu. Man ſah, ſie hatte geweint und die Züge waren abermals verändert, ſie trugen den Stempel des Todes.

David! ſagte die junge Mutter, tritt näher ich kann nur leiſe ſprechen. Unterbrich mich nicht, denn ich fühle, bald iſt es überſtanden und ich habe

dir noch Manches zu ſagen. Nimm mein Kind

und ſei ihm Vater du biſt ein guter Menſch mache, daß es auch ſo wird. Bei dir iſts ſicherer, als am Hofe. Dann gib mir dein Wort, dem Kaiſer nicht zu ſagen, daß du mich gefunden noch was die Sterbende hielt hier einen Augen⸗ blick an, die ſchmerzliche Erinnerung erſchwerte ihr das Sprechen. Nach einigem Kampfe ſagte ſie dann noch was mit Aleris geſchehen. Er beweine uns als todt, aber das Entſetzliche zer⸗ reiße nicht ſein edles Herz; auch iſt er heftig und würde uns gräßlich rächen. Willſt du, fuhr ſie fort,