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Da reckte Eudoria die unterdeſſen zu ſich ge⸗ kommen, die abgezehrte, kleine Hand nach ihm und lispelte kaum hörbar, mit einem milden und weh⸗ müthigen Lächeln: Mein guter David!
Und David ſtürzte ſprachlos vor ihr nieder und faßte die fleiſchloſe Hand und bedeckte ſie mit Küſſen und mit Thränen.
Eine lange Pauſe folgte, nur unterbrochen von dem halberſtickten Schluchzen des Narren.
Und die Engel, die unſichtbar um das Kran⸗ kenlager der Dulderin ſtanden, ſeufzten, als ſie den unbändigen Schmerz des armen Mannes ſahen und wehten ihm ſanften Troſt mit ihren Flügeln zu.
Herr! hob endlich die alte Pflegerin an, ſchont die Wöchnerin. Sie iſt ſehr ſchwach und hat eine ſchlechte Nacht gehabt. Ein furchtbares Fieber hat ſie geſchüttelt und erſt ſeit einer Stunde hat es ſich gelegt. Ruhe wäre ihr wol das Beſte.
Ruhe?! wiederholte Eudoria mit einem Blick, der Sehnſucht und Hoffnung ausſprach. Ihr habt recht, gute Frau, Ruhe iſt das Einzige, was ich be⸗ darf und— ich fühle es— ſie wird mir bald werden. Laß mich denn dem treuen Freunde noch „gute Nacht“ ſagen; denn der Schlummer wird tief und ſchwer ſein.
Eudoria! ſagte David, der ſich indeſſen männ⸗


