nur ſeufzen konnte: Himmliſcher Vater, ſegne ſie!
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traumartiger Dumpfheit— in dem Bette aber, zu deſſen Füßen der Säugling ruhte, lag ein blei⸗ ches, zerfallenes Weſen. Blendende Schönheit mochte einſt auf dieſem Geſichte gethront haben, jetzt war ſie gemildert zu einer himmliſchen Sanft⸗ muth. Die eingefallenen Wangen, die tiefliegen⸗ den Augen, die ſchmerzlichen Züge um die Winkel des Mundes zeigten von ſchweren und tiefen Lei⸗ den; die Blicke aber, die einſt Glut geathmet, drückten nun eine unendliche Sanftmuth aus und ſchienen, als ſie auf David fielen, zu ſagen: Nicht wahr, du erkennſt mich nicht mehr?
Wirklich hatte David im erſten Augenblick ge⸗ zweifelt, vb dieſe ſanfte Dulderin, dieſer zerfließende Schatten jene Eudoria ſei, die einſt die Krone der Schönheiten zweier Welttheile geweſen; aber hät⸗ ten ihm auch die Augen nicht geantwortet, ſein Herz würde es ihm laut beſtätigt haben.
Alſo war ſie Mutter geworden!
David übergoß es mit heiligen Schauern; Wehmuth durchzitterte ihn und vor Freude und Schmerz hätte er niederknieen und, wie einſt die Hirten vor Maria und dem Kinde, weinen und anbeten mögen.
Aber er ſtand nur mit gefalteten Händen da und ſein Herz war ſo gepreßt und voll, daß er


