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Mooslager hielt, und horchte wieder. Die Töne klangen fort und fort. Da färbte ein höheres Roth ihre Wangen und ſie lispelte: Er iſts!
Leiſe richtete ſich die Kranke in die Höhe— Niemand gewahrte es; denn die alte Pflegerin war entſchlummert und ſchnarchte behaglich, den Kopf auf die Bruſt geſenkt, in einem Winkel des Zimmers.
Eudoria ſtand auf. Sie ſah das Kind auf dem Kiſſen am Boden liegen und betrachtete es lange von fern. Aber ſie konnte ſich nicht entſinnen, was damit ſei, und mit der Hand über die heiße Stirn ſtreichend, ſagte ſie raſch und heftig: Will ſeine Mutter ſein, wenn's keine hat. Habe mir ja lang ſo ein Püppchen gewünſcht.
Der Geſang, der einige Minuten geſchwiegen, hub eben wieder an. Sie fuhr empor. Es war eines ihrer Lieblingslieder, das ſie in beſſeren Zei⸗ ten oft wechſelweiſe mit David geſungen. Die Er⸗
innerung ſchien ſie zu entzücken; zugleich verlor ſie
ſich aber auch ſo in dieſelbe, daß ſie ihr zur Gegen⸗ wart wurde.
Das Fenſter ſchloß nur ein Laden, der leicht angelehnt war. Eudoria ſchaute hinab, ſie ſah Niemanden; aber deutlich hörte ſie Davids Stimme in der bekannten lieben, wehmüthigen Weiſe die Worte ſingen:
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