Teil eines Werkes 
1. Theil (1845)
Entstehung
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Mit einem Schrei namenloſer Wonne flog die Unglückliche auf die Ohnmächtige zu, die ſich auch bald in ihren Armen erholte.

Aleris vergaß über das Glück all ihre Leiden; jubelnd hing ſie an dem Halſe der theuern Schwe⸗ ſter und küßte und herzte ſie.

Dank! unendlichen Dank dem großen Prophe⸗ ten! rief ſie entzückt, der dich mir wiedergegeben. Ich glaubte dich todt! Eudoria! todt! be⸗ greifſt du meinen Schmerz? meine Verzweiflung? Aber bei Allah! ich wäre dir gefolgt, ſelbſt in jene Welt. Siehſt du in jenem Winkel... fuhr ſie triumphirend fort, ſiehſt du...

Den Skorpion? unterbrach ſie Eudoria matt und zog ſie ängſtlich an ſich.

Ja, den Skorpion! fuhr Alexis begeiſtert fort. Er würde mich dir nachgeſandt haben.

Eudoria umarmte ſtumm die Schweſter. Nach einer Pauſe lehnte ſie ſich müde zurück. Es war mit ihr ſeit der Ohnmacht eine merkliche Verände⸗ rung vorgegangen. Sie war ruhiger, ſanfter, aber wehmüthiger geworden. Die Augen blickten nicht mehr ſo groß, ſondern mit der alten, tiefen, geheim⸗ nißvollen Liebesglut, eine leichte fiebriſche Röthe brannte auf den Wangen. 5

Aleris! ſagte ſie leiſe, mit einem Tone himm⸗ liſcher Güte und reichte mühſam der Schweſter die