Teil eines Werkes 
1. Theil (1845)
Entstehung
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Hand. Gutes, liebes Mädchen, du warſt immer meine Freude, mein Stolz! haſt ſtets meinen Win⸗ ken gehorcht und liebevoll an mir gehangen; wirſt du auch meine letzte Bitte erfüllen?

Deine letzte? ſtammelte Aleris, warum deine letzte? Wir trennen uns nicht und gewiß auch die Menſchen werden nicht ſo grauſam ſein, uns zu trennen.

Eudoria ſah die heftig Sprechende mit einem Blick unendlicher Liebe an und der Schmerz, der ſie ſelbſt bei dem Gedanken einer Trennung zerriß, ſchnitt ihr durch Mark und Bein.

Wie Allah will! entgegnete ſie endlich mit Faſſung. Sein Name ſei geprieſen, was auch ge⸗ ſchieht. Aber ſiehe, mein Kind, ich fühle mich todtesmatt und eine Ahnung ſagt mir, daß ich die Stunde meiner Niederkunft nicht überleben werde.

Eudoria! ſchluchzte Aleris, ſprich nicht ſo! Du wirſt nicht ſterben! glaub' mir! Du wirſt jetzt nicht ſchon ſterben! Du biſt zu jung, zu ſchön, zu gut! Ich liebe dich zu ſehr, du kannſt, du darfſt nicht ſterben!

Sei ruhig, gute, treue Schweſter! entgegnete Eudoria und küßte mit heißer Inbrunſt die Stirn der Knieenden. Liebe iſt ſüß; aber all' ihre Macht vermag den Tod nicht wegzuſcheuchen. Ich bin alt