rich ließ unweit Akkon das Lager ſchlagen und der aufgehende Mond goß ſchon ſein bleiches Licht über die luftige Zeltſtadt.
Aber die brauſenden Wogen des vielſeitig an⸗ geregten Lebens legten ſich nur nach und nach, und es war faſt Mitternacht, als es endlich ruhig im Lager wurde. Mit Entzücken hatten ſich die müden Krieger, nach einer langen Seereiſe, auf dem feſten Lande hingeſtreckt und bald wiegten ſie heitere Träume in einen erquickenden Schlaf.
Nur in ein einziges Zelt brachte ſelbſt die Geiſterſtunde keine Ruhe.
Man hatte daſſelbe auf einem Hügel unweit des kaiſerlichen Zeltes errichtet. Hier ſtand es nun, von den andern getrennt, einſam und ver⸗ laſſen, und deutete durch ſeine Lage und Conſtru⸗ etion an, daß es einen ganz beſonderen Zweck habe. Auch war die Leinwand, welche demſelben zum Dache diente, jetzt zurückgezogen, ſo daß der Ster⸗ nenhimmel freundlich hineinblicken konnte. Schon am Tage hatte man überdies wunderbare Inſtru⸗ mente, Kiſten und Kaſten mit einer Art von Heim⸗ lichkeit in daſſelbe gebracht und einen weiten Raum ringsum abgeſteckt, um unbefugte Neugierde von ihm abzuhalten.
Alle dieſe ſorgfältig getroffenen Vorkehrungen mußten bei der unwiſſenden Menge auffallen, und


