3 dem völligen Untergange, dem das Königreich Jeruſalem um ſo ſicherer entgegenging, als der Eifer für die Kreuzzüge im Abendlande bereits zu erkalten anfing.
Erfuhren dies doch vor allen Anderen Papſt Honvrius und Kaiſer Friedrich II; war doch dies mit ein Hauptgrund, warum ſich der Kreuzzug des Kaiſers ſo lange verzögert.
Jetzt aber hatte der edle Hohenſtaufe ſein Wort gelöſt und mit ſeinem Erſcheinen in Palä⸗ ſtina jauchzten wenigſtens alle diejenigen Chriſten auf, die es redlich meinten.
Darum feierte denn auch Akkon den 8. Septem⸗ ber des Jahres 1228 als ein Feſt der Erlöſung mit dem lauteſten Jubel.
Der Empfang des römiſch⸗deutſchen Kaiſers, der zugleich— kraft ſeiner Heirath mit der früh verſtorbenen Fürſtin Jolante— König von Jeru⸗ ſalem war, entſprach in Allem den Wünſchen des Herrſchers. Volk und Geiſtlichkeit waren ihm mit großer Ehrerbietung entgegengekommen und ſelbſt die Orden der Tempelherren und Johanniter ſchie⸗ nen ihren Haß vergeſſen zu haben; denn auch ihre ſtolzen Ritter waren erſchienen und beugten, einer alten Sitte gemäß, vor ihm das Knie.
Dem fröhlichen Willkomm folgte für das Kreuzheer ſogleich eine angenehme Arbeit. Fried⸗
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