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dem Occident nach dem Orient geworfen; wie viel Blut auch ſchon den Boden getränkt, auf dem einſt Der gewandelt, deſſen Mund Friede und Liebe ver⸗ kündet— das Königreich Jeruſalem ſeufzte den⸗ noch abermals unter dem Joche der Ungläubigen.
Und wahrlich! die Leiden, welche die Chri⸗ ſten des Morgenlandes von ihren Unterdrückern zu dulden hatten, waren eine gerechte Strafe des Himmels. Riefen ſie nicht ſelbſt ihre Peiniger her⸗ bei? Schwangen ſie nicht ſelbſt mit thörichter Hand die Geißel, um ſich den eigenen Rücken zu zerfleiſchen?
Ueber dem Grabe des Erlöſers, der da gelehrt: „Liebe deinen Nächſten wie dich ſelbſt!“ tobte der wildeſte Bruderhaß. Von der Erfahrung um nichts klüger gemacht, wütheten die Johanniter gegen die Templer, die Geiſtlichen gegen die Laien, die Laien unter ſich. Habſucht und Herrſchbegierde waren die unedlen Motive, aus welchen ſich die Chriſten ver⸗ folgten, bekämpften und verfluchten.
Kein Wunder durfte man es daher nennen, wenn ſich— die inneren Zerſplitterungen benutzend, oft ſelbſt von der einen oder der andern der ſtrei⸗
tenden Parteien fe— der Halbmond wieder
zum Herrn des Landes gemacht. Nur der Krieg, welcher die Türken in dem eigenen Reiche beſchäf⸗ tigte, ſchützte damals das Häufchen Chriſten vor


