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Genial : Roman / von Heribert Rau
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dachte; auch mir könnte jetzt der ſüße Ruf: Vater! das Herz ſchwellen, wenn ich nicht ſelbſt die heiligſten Bande der Natur zerriſſen. Dieſer Gedanke erfaßte ihn ſo ſchmerzlich, daß er ſich niederbeugen wollte, das Kind zu küſſen. Aber in demſelbem Augenblicke wurde ein Fenſter hinter ihm ſo heftig aufgeriſſen, daß es klirrte, und eine ängſtliche Stimme riefFer⸗ dinand! komm zu mir!

Ueber des Bettlers Haupt zuckte es wie ein Blitz er kannte die Stimme halb todt vor Schrecken blickte er um und zwei durchdringende Schreie wurden zu einem.

Der blaſſe Mann war aufgeſprungen, der Stab

ſeiner Hand entſunken. Er ſtürzte nach der Thüre des Hauſes, des Kindes Mutter ſchwankte ihm entgegen ſie öffnete die Arme aber der Un⸗

glückliche warf ſich vor ihr nieder und umſchlang, laut ſchluchzend, ihre Kniee.

Ein anſtändig gekleideter junger Mann und ein ſehr zartes weibliches Weſen, waren entſetzt der Mut⸗ ter aus dem Zimmer gefolgt.

Um Gotteswillen, was haſt Du, Auguſte! rief ängſtlich die zarte Frau. Aber der junge Mann ſelbſt todtenblaß vor Schreck, hielt ſie ſanft zurück und