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Ein leiſer Verſuch, ihrer Seits, die Sache beizulegen,
mißglückte, und einen weiteren machte ſie um ſo we⸗
niger, da ſie eigentlich an dem Drell eine heimliche Freude hatte. Erſtens, weil ſie Gefahr liebte; zwei⸗ tens, weil dieſer Duell, er mochte ausfallen wie er wolle, ungemeines Aufſehen err. gen uud ihren Namen dadurch wieder berühmter machen mußte; und drittens, weil ſie hoffte den hübſchen Wellen dadurch ganz in ihre Gewalt zu bekommen.
Arabella war ſich ganz gleich geblieben. Mit der größten Unbefangenheit hatte ſie ſich im Herauf⸗ ſteigen, auf den Arm ihres neuen Freundes gelehnt, das wildromantiſche der ſchottiſchen Hochlande be⸗ wundert; ja der Aufgang der Sonne, ſo verdeckt er durch die Dünſte war, welche die Atmoſphäre aus⸗ füllten, begeiſterte ſie.
Da kündete Lady Macbeem an, daß die Pi⸗ ſtolen geladen ſeien, und bot beiden Duellanten das Paar zur Auswahl. Als dieſe getroffen, ging Donna Arabella mit ihrer gewöhnlichen Freundlichkeit auf Ferdinand zu, reichte demſelben ihre ſchöne Hand hin und ſprach:
„Ferdinand! Sie haben mich Angeſichts eines Dritten beleidigt, und dieſe Beleidigung muß ein Zwei⸗ kampf auf Tod und Leben ausgleichen. Ich muß um


