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Genial : Roman / von Heribert Rau
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ſamkeit. Es gelingt ihm das Schloß ungeſehen zu verlaſſen. Er ſtreift über die kahlen, öden Berge. Spät kommt er zurück. Müde, und doch nicht auf⸗ gelegt nach Hauſe zu gehen, ſucht er eine ihm be⸗ kannte Grotte auf, er tritt hinein— und findet Arabella in den Armen ihres neuen Freundes. Wüthend, daß ein Tag all ſein Glück— vernichtet, von der Eiferſucht zur Raſerei getrieben, wirft er zähneknirſchend der Spanierin ihre Untreue vor, und flucht ihr, als der Urſache all ſeines Jammers.

Arabella's Freund will dem Wuthſchnaubenden antworten, aber die Spanierin erhebt ſich ruhig, kalt und ſtolz, und ſagt:

„Wäre ich allein mit Ihnen, Herr Wellen, würde ich den Ausbruch Ihrer kindiſchen Eiferſucht verlacht haben. Sie beleidigten mich aber Angeſichts eines Dritten, und dafür fordere ich Genugthung.“

„Wenn ſie kein Weib wären...“— rief Ferdi⸗ nand—„Sie ſollten ſie haben.“

„So ſtellen Sie ſich mir!“ rief der Dritte.

„Kein Wort weiter, meine Herren!“— unter⸗ brach Beide die Spanierin ernſt.—„Herr Wellen weiß, daß ich in keiner Beziehung den Männern weiche, und wird nicht ſo feig ſein, der Marquiſe Arabella la Romano die verlangte Genugthuung zu ver⸗ weigern.“