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Genial : Roman / von Heribert Rau
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3 unter dem Vorwande von kosmetiſchen— oder— oder— kosmopolitiſchen Geſchäften in Geſellſchaft jener allgemein bekannten Spanierin abreiſte, die durch ihre ausgezeichnete Schönheit und ihre Künſte

ſchon ſo manchen Mann gefangen.“

„In Geſellſchaft einer Spanierin ſagen Sie, ſei er von hier abgereiſt?“ frug Auguſte, und ihr war es, als ob tauſend Dolche ſich in ihrem Herzen

kreuzten. „Oui Madame!“— entgegnete Heylig in der größten Gemüthsruhe.—„Es iſt eine Betrügerin,

die unter verſchiedenen Namen in der Welt herum⸗ fährt und ihre allerdings ausgezeichnete Schönheit benutzt, Männer und Jünglinge unter der Maske einer emancipirten Frau zu fangen. Jetzt läßt ſie ſich Marquiſe la Romano ſchimpfen. Laſſen ſie ſich ſagen, mich wollte ſie auch verführen, ſie ſtellte mir auf alle erdenkliche Weiſe nach— aber— Dieu merci!— ich widerſtand, ich wies ſie mit Verach⸗ tung zurück.

„Und mit dieſer Perſon, ſagen Sie“— lispelte todtenbleich Auguſte, und hielt ſich gewaltſam an der Lehne des Stuhles, auf welchem ſie ſaß, um nicht umzuſinken— mit dieſer Perſon reiſte Ferdinand nach Edinburg?— Täuſchen Sie ſich auch nicht?