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Genial : Roman / von Heribert Rau
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derholte er warf ſich auſ das Sopha und muſterte mit hämiſchen Blicken das einfache Zimmer.—, C'est charmant! Sie alſo ſind die liebenswürdige Gattin meines Freundes!“

„Ihres Freundes!“— rief Au guſte entzückt.— „O Gott! ich weiß zwar noch nicht, wen ich das Vergnügen habe vor mir zu ſehen; aber Sie ſind willkommen, denn Sie ſind Ferdinand's Freund. O ich bitte Sie, ſprechen Sie! ſprechen Sie! Wie geht es ihm? wo befindet er ſich jetzt? wann haben Sie ihn verlaſſen?“

„Er muß nicht ſehr eifrig im Schreiben ſein!— ſagte boshaft lächlend der Wormſer—„da ſeine Frau nicht einmal weiß, wo er ſich befindet.“

Auguſte erröthete; aber die Freude, die Angſt, etwas von Ferdinand zu hören, betäubte jedes andere Gefühl in ihr.

„Ja, ich bin lange ohne Brief!“— ſagte ſie hin⸗ werfend—„aber vielleicht haben Sie welche!“

„Non, mon enfant!— bedaure!— Herr Gemahl hat keine Zeit zum Schreiben.“

„Und warum nicht?— er iſt doch wohl?— es geht ihm doch gut?“

„O daran, ſchönes Weibchen, zweiflen Sie nicht.

Es geht ihm, wie dem Vogel im Hanfſaamen.“