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Genial : Roman / von Heribert Rau
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rechtſchaffenen Mannes mit Füßen zu treten. Aber alle Bemühungen Karl's waren vergebens, und ſein guter Wille: den Verirrten mit eigner Auf⸗ opferung auf den Weg der Vernunft zurückzuführen, mußte ſich eben ſelbſt genügen.

So war denn auch allmählig in Auguſten's Herz faſt jede Hoffnung, den Treuloſen je wieder zu ſehen, verſchwunden, als eines Morgens vor ihrem kleinen Hauſe in der Bergſtraße, eine ruſſiſche Droſchke vorfuhr.

Wellens Gattin war allein; ſie ahnte nicht, daß ihr der Beſuch gelte und fuhr daher ruhig fort das Kind in den Schlaf zu wiegen. Wie aber ſtaunte ſie, als ſie in dieſem Geſchäfte durch das Eintreten eines Fremden geſtört wurde. Es war Heylig. Mit einer Ungeniertheit— die zeigen ſollte, daß er über den Stand derjenigen, die er mit ſeinem Beſuche beehre, weit erhaben ſei,— eintretend, frug der Er⸗ kaufmann unter flüchtigem Gruße: ob er hier recht bei der Frau Wellen ſei. Auguſte bejahte ver⸗ legen.

„So!“— rief Heylig mit Katzenfreundlichkeit und Auguſten ward's in ſeiner Nähe, wie Gretchen im Fauſt, als ſie in das Zimmer trat, in welchem kurz zuvor Mephiſtophles geweſen.„So! ſo!“— wie⸗

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