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Genial : Roman / von Heribert Rau
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ebenfalls nicht. Sie ſuchte, ſie frug nach ihm,— nirgends war eine Spur von Ferdinand zu findenz; bis Arabella von der alten Pförtnerin erfuhr; der Gentleman ſei ſchon mit Sonnenaufgang aus dem Schloſſe, und ſo viel ſie geſehen, auch mit einem der Schloßkähne nach dem Ufer gefahren. Auf Ara⸗ bella's weiteres Fragen, erfuhr ſie noch, daß er ſehr niedergeſchlagen und melancholiſch geſchienen habe. Donna la Romano konnte ſich Wellen's Betragen nicht erklären. Daß er geſtern Abend ver⸗ ſtimmt zu Bette gegangen, hatte ſie bemerkt; was aber konnte ihn in aller Welt ſo frühe ſchon forttrei⸗ ben, was ſeinen ſonſt ſo heiteren Geiſt auch ſchon wieder am Morgen beugen?— Sie ward unruhig.— Indeſſen war vor der Hand nichts anders zu machen, als in aller Geduld ſeine Rückkunft abzuwarten. Als aber die Sonne immer höher ſtieg, und Ferdinand noch nicht kam, entſchloß ſich Donna Arabella ihn an den Ufern des See's zu ſuchen; denn der Gedanke: er könne ſich in den ihm fremden Bergen verirrt oder wohl gar an Klippen und Felſen Scha⸗ den genommen haben, ließ ihr keine Ruhe mehr. Das Ufer war bald erreicht und der Spanierin erſter Weg ging an dem abſchüſſigen Geſtade des See's hin, in deſſen ſchwärzliche Fluth ſie von Zeit zu Zeit