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Genial : Roman / von Heribert Rau
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ganz geduldig bis zur zweihundert vierzigſten Octave ausharren.

Ferdinand hatte keine Ader von Bosheit an ſich; nach dieſer Tortur aber ſchoß ihm die Galle über, und er lobte das Gedicht in ſeiner Wuth ſo fürchterlich und übertrieben, daß Donna Arabella ſich heimlich ihres Schlafes ſchämte, Lady Adelina außer ſich vor Entzücken war— und jeder Dritte ſein Lob für den unverſchämteſten Tadel gehalten hätte. Aber das war noch nicht Alles, nicht einmal die Genugthuung ward ihm, ſeinen Zorn beim Schla⸗ fengehen vor der Geliebten ausſchütten zu dürfen; da man Donna Arabella in den, an Lady Macdonatheronbethduff's ſtoßenden Gemä⸗ chern, ihn aber in jenen ſtaubigen Zimmern unter⸗ brachte, die ihn ſchon am Tage wegen ihrer Unrein⸗ lichkeit angeekelt hatten.

Als er allein war, verfluchte er den Einfall, der ihn in die Hochlande zu gehen veranlaßt, und mit ihm alle verſchrobenen Weiberköpfe und ſchlechte Haushaltungen und ſchlief voll galliger Gedanken ein.

Den anderen Morgen wartete Donna Ara⸗ bella lange mit dem Frühſtück auf Ferdinand; als er immer und immer nicht kommen wollte, ging

ſie endlich ſelbſt auſ ſein Zimmer; aber hier war er 16

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